9 Gründe, warum Routinen dein Leben retten

9 Gründe, warum Routinen dein Leben retten

Da draußen in der Welt gibt es eine Menge Vorurteile gegen Routinen. Routinen sind langweilig, sie töten die Kreativität, engen ein und sperren dich in ein Konstrukt aus immer den selben Handlungen. Im Grunde werden Routinen mit dem Tod der Freiheit gleichgesetzt.

Ich bin da anderer Meinung.

Ich glaube sogar, dass die richtigen Routinen dein Leben retten. Denn Leben ist nicht gleich Existenz. Viel zu oft existieren wir nur, anstatt zu leben. Wir nehmen gar nicht wahr, wie wunderschön unser Planet ist. Manche von uns erfahren nie, wie klug sie eigentlich sind. Oder wie viel sie an nur einem Tag leisten können. Und wie schön das Leben sein kann, wenn die Arbeiten, die uns unseren Zielen näher bringen, erledigt sind und immer noch Zeit übrig ist.

Richtiges, echtes Leben, das bedeutet genießen. Es bedeutet, deine Träume nicht nur zu jagen, sondern sie auch zu erreichen. Die Phrase, „Deine Träume leben“ kommt ja nicht von ungefähr. Es bedeutet, dir das Leben aufzubauen, das dich glücklich macht. Und dieses Leben kannst du retten, wenn du dir ein paar Routinen zulegst.

9 Vorteile von Routinen

Eine Routine ist eine Aufgabe, die du stetig, am besten täglich, wiederholst. Das kann eine Sache von ein paar Minuten sein, wie zum Beispiel der Abwasch. Oder eine Aufgabe, die dich deinem Ziel näher bringt, wie vorkochen und zum Sport gehen. Lass uns gemeinsam ansehen, welche Vorteile du hast, wenn du dir ein paar Routinen zulegst.

Du sparst Zeit in der Planung9 Gründe, warum Routinen dein Leben retten

Schule, Studium, lernen, Job, Kinder, Beziehung, Haustiere, Nebenberuf, Hobbys, Freunde, Familie – gerade wenn deine Tage vollgestopft sind bis obenhin, gehst du ohne eine gute Planung unter. Verabredungen wollen getroffen und eingehalten, To Dos abgehakt und das Essen auf den Tisch gebracht werden. Sicher hast du schon mal die ein oder andere wichtige Aufgabe vergessen, wenn du sie dir nicht notiert hast. Dich hinzusetzen, den Überblick zu behalten und alles durchzutakten, kostet Zeit. Zeit, die du dazu verwenden könntest, mindestens eine Aufgabe schon mal zu erledigen.

Wann hast du das letzte Mal „Zähne putzen“ auf deine To Do Liste geschrieben? Und wann hast du das letzte Mal vergessen, dir deine Zähne zu putzen? Du tust es einfach, ohne darüber nachzudenken. Aufstehen, Pipi, Zähne putzen. Dafür brauchst du keine To Do Listen, keine Tasks und keine Planung. Du machst es automatisch.
Schreibe dir eine Liste der Aufgaben, die du jeden Tag erledigen musst und baue sie in deine Routine ein. Nach und nach wirst du die Liste nicht mehr brauchen, weil die täglichen wichtigen Aufgaben ganz routiniert ablaufen.

Du sparst Energie, weil du weniger Entscheidungen triffst

Entscheidungen kosten Kraft. Du musst das Für und Wider abwägen, dich für eine Option entscheiden und dich von der anderen trennen. Oft brauchst du dafür deine Willenskraft. Die steht dir aber nur in begrenzter Menge zur Verfügung und fehlt dir später dann an anderer Stelle. Ist dir schon mal aufgefallen, dass du an stressigen Tagen besonders oft bei Süßigkeiten oder fettigem Essen über die Stränge schlägst? An Tagen, die an deiner Willenskraft zerren, kannst du dich viel weniger beherrschen, weil du deine Kraft schneller verbrauchst.

Mit Routinen sind die wichtigsten Entscheidungen schon getroffen. Steht jeden Morgen Joggen auf dem Programm, musst du dich nicht mehr jeden Tag dafür entscheiden. Du stehst einfach auf und tust es, weil du es eben morgens tust. Ohne weiter darüber nachzudenken. Das spart eine Menge Willenskraft, die du später am Tag noch benutzen kannst.

Du setzt deine Vorhaben konsequenter um

Selbst wenn du nicht an Neujahrsvorsätze glaubst, früher oder später wirst auch du dir Ziele setzen und Vorhaben in Angriff nehmen wollen. Nehmen wir das Beispiel der gesunden Ernährung. Du möchtest weniger Süßigkeiten und Fertiggerichte konsumieren und dafür lieber frisch kochen. Mach es dir zur Routine, Beilagen wie Reis und Gemüse z.B. jeden Sonntag in großer Menge vorzukochen. Dann ergänzt du unter der Woche nur noch wenige Zutaten, wie zum Beispiel frisches Gemüse, Tofu oder Obst und kannst sofort frisch und gesund essen. Oder du kochst die Gerichte gleich komplett fertig, um dann nur noch aufwärmen zu müssen.

Hast du keine Routine bezüglich des Kochens, wirst du an stressigen Tagen wieder einknicken und doch lieber eine Pizza bestellen, anstatt dich an deinen guten Vorsatz zu halten. Du fällst zurück in alte Verhaltensmuster und wirfst deine Vorhaben und Ziele vermutlich über Bord.

Du erlernst schneller neue Fähigkeiten

Dass Übung und Konsequenz der Schlüssel zum Erfolg ist, wenn du eine neue Fähigkeit oder z.B. eine neue Sprache erlernen willst, ist wohl bekannt. Möchtest du dieses Jahr zum Beispiel zeichnen lernen? Oder den Spagat meistern? Definiere dein Ziel und dann überlege dir, was du täglich dafür tun kannst, um die neue Fähigkeit zu meistern. Und wenn es nur eine halbe Stunde ist, die du täglich zum zeichnen aufbringen kannst: Diese Routine wird dich schneller voranbringen, als wenn du dir einmal in der Woche Zeit dafür freischaufelst.

Du setzt dich mit deinen Prioritäten auseinander

9 Gründe, warum Routinen dein Leben rettenIm Chaos des Alltags ist es leicht, Dinge, die uns wichtig sind, aus den Augen zu verlieren. Dass du mehr Zeit mit deinen Kindern verbringen, eine bessere Beziehung zu deinem Partner aufbauen oder einfach mal wieder mehr für dich selbst machen wolltest, geht da schnell unter. Dreckige Socken, der Job und das abendliche Fernsehprogramm werden da plötzlich wichtiger als das, was eigentlich für dich zählt.

Überlege dir, was dir im Leben wirklich wichtig ist und dann nimm dir die Zeit dafür. Vor allem achte darauf, dass diese Zeit auch qualitativ wertvoll ist. Wenn du mehr Zeit mit Kindern und Partner verbringen willst, willst du das dann wirklich tun, während ihr Dschungelcamp guckt? Kannst du wirklich motiviert an deinem Buch oder Blog arbeiten, wenn im Hintergrund The Walking Dead läuft?

Wenn du über deine Prioritäten nachdenkst, werden es nur bestimmte Dinge auf deine Liste schaffen. Lass nicht zu, dass schlechte Angewohnheiten und der Alltag sie dir wieder wegnehmen. Mache sie zu festen Routinen in deinem Leben.

Du entwickelst Momentum

Momentum ist eine Kraft, du du entwickelst, wenn du etwas regelmäßig tust. Das Beste ist: Wenn diese Kraft ihren Höhepunkt erreicht, wird sie dich überholen und dich anschließend mit sich reißen. Zum Beispiel nimmst du dir vor, täglich Laufen zu gehen, um etwas für deine Ausdauer zu tun. In den ersten Tagen wirst du dich dazu zwingen müssen, was dich sehr viel deiner Willenskraft kostet. Außerdem wirst du bei den ersten paar Malen vermutlich nach zehn Minuten zurück nach Hause hecheln und befürchten, dass deine Lunge gleich aufplatzt (so war es bei mir). Aber mit der Zeit wirst du feststellen, dass es dir nach dem Laufen immer besser geht. Bald schon wirst du dich darauf freuen, morgens aus dem Bett springen und losdüsen. Du wirst deinen Tag aktiver angehen, produktiver sein und mehr Glück empfinden. Das ist Momentum, gebildet durch eine Routine.

Du sparst Geld

Dieser Punkt ist besonders interessant. Wir haben bereits darüber gesprochen, dass du mit Routinen deine Ziele erreichst, indem du zum Beispiel regelmäßig vorkochst. Außerdem lebst du mehr nach deinen Prioritäten und gehst deine Ziele konsequenter an. Das alles macht glücklich. Du bist organisierter, zufriedener und entspannter.

Was fehlt sind hohe Ausgaben für den Coffee to Go, Snacks, bestelltes Essen, Fressattacken (die ebenfalls finanziert werden müssen), und Frustshopping. Das sind Ausgaben, an die man im Alltag nicht unbedingt immer denkt. Falls du dich aber fragst, wo nur immer dein Geld bleibt: Genau dort.

Du hast mehr Freizeit

Je routinierter du deine täglichen Aufgaben abarbeitest, desto besser und effizienter wirst du darin. Brauchst du am Anfang vielleicht noch eine halbe Stunde bis zu einer Stunde, um dein Bad zu putzen, kannst du es mit einer guten Routine in fünfzehn Minuten schaffen. Warum? Weil du ohne eine Routine vermutlich keine Lust dazu hast. Das bedeutet, du tust es seltener, lustloser, langsamer und ineffizient. Du trödelst.

Hast du deine Routine gebildet, weißt du, dass du zuerst Klo und Dusche einsprühst, während es einwirkt, Spiegel und Waschbecken säuberst und einmal durch die Schränke gehst. Du arbeitest schneller, effizienter und bist schneller fertig. Und das ist nur eine Routine. Stell dir vor, alle deine Routinen sparen dir Zeit ein. Plötzlich sitzt du in einer sauberen Wohnung, hast die täglichen To Dos für deine Ziele erledigt und hast auf einmal Freizeit.

Du bildest eine Struktur

Eine Routine ist eine feste Struktur, nach der du dich richten kannst, ohne groß darüber nachzudenken. Du hast nachgedacht, als du sie aufgesetzt hast und in gewissen Abständen solltest du sie nochmal kritisch hinterfragen und optimieren. Dazwischen aber folgst du ihr einfach.

Gerade in chaotischen Zeiten kann eine solche Struktur dir den Halt geben, den du brauchst, um den Tag durchzustehen. Wenn du nicht mehr weiter weißt, kannst du deine Routine im Autopilot durchfliegen und erledigst alles, was getan werden muss. Ganz gleich, was um dich herum geschieht (wenn das Haus brennt, solltest du deine Routine allerdings unterbrechen und dich gesittet nach draußen begeben).

Gib dich nicht mit einer Existenz zufrieden …

… sondern rette dein Leben. Ein geregelter Tagesablauf kann dir dabei helfen, dein Leben in den Griff zu bekommen. Hab keine Angst davor, dich mit Routinen einzuengen. Sie sind nicht dazu da, dich in Ketten zu legen. Viel mehr unterstützen sie dich bei den wirklich wichtigen Dingen, damit du mehr Zeit zum träumen, zum entdecken und zum empfinden hast. All das kommt oft zu kurz, wenn du dich im Chaos des Alltags verlierst.

Und wenn sich dein Leben ändert, ändere einfach deine Routinen. Prüfe in regelmäßigen Abständen, ob sie noch zu dir passen oder ob du etwas ändern musst. So hast du mehr von deinem Tag, mehr von deinen Mitmenschen und mehr vom Leben.

9 Gründe, warum Routinen dein Leben retten



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