Als ich das hier schreibe, ist das Jahr 2019 noch ganz neu. Erst ein paar Tage sind ins Land gezogen und ich stehe noch ganz am Anfang einer Reise, die die bisher spannendste meines Lebens sein wird. Seit dem 01.01.2019 bin ich offiziell in der Selbstständigkeit.

Das Thema Selbstständigkeit kam bei mir nicht einfach spontan auf. Ich bin Niemand, der sich einfach aus einem sicheren Arbeitsverhältnis kündigen lässt, um mal eben etwas Eigenes aufzubauen. Besonders, da ich sowas vorher noch nie gemacht habe. Aber fangen wir von vorn an.

Mit Schreiben verdient man kein Geld

So wurde ich erzogen. Ich hatte schon immer Freude daran, mich mit Büchern zu beschäftigen. Meine Mutter hat mir von klein auf vorgelesen und in der Grundschule war ich eine der Ersten, die richtig lesen konnten. Als ich in einem Aufsatz irgendwann mal unzufrieden war, zerknüllte ich das Papier, warf es weg und fing mitten in der Prüfung nochmal von vorn an. Weil ich etwas Gutes abliefern wollte (meine Mitschüler schauten mich dafür allerdings an, als hätte ich mich vor ihren Augen in ein Pokemon verwandelt).

Immer wieder fing ich Bücher an, ohne Plan und ohne Ziel. Ich schrieb einfach auf, was mir einfiel. In der Weihnachtszeit stürmte ich irgendwann am frühen Morgen in das Schlafzimmer meiner Eltern, um meiner Mutter die sechs Gedichte vorzutragen, die ich spontan geschrieben hatte.

Kurz gesagt: Ich habe das Schreiben schon immer geliebt. Ich liebe es, mich mit Büchern zu beschäftigen, mich mit ihnen zu umgeben, aus ihnen zu lernen und mit ihnen in fremde Welten zu reisen.

Meine Familie fand das auch immer gut und unterstützte mich darin, dass ich gut sei im Schreiben. Als es um das Thema Ausbildung ging, wechselte der Wind aber plötzlich die Richtung. Denn “mit Schreiben verdient man kein Geld. Das ist eher ein Hobby”. Zur Verteidigung meiner Familie muss ich sagen: Sie sind meine Familie. Es ist ihr Job, Angst um mich zu haben. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt auch nicht nur nie was fertig geschrieben, ich hatte auch keine Ahnung, wie ich das überhaupt tun sollte. Nicht zuletzt war damals genau eine Möglichkeit, zu veröffentlichen, populär: Der Verlag (Ja, ich habe diese Zeiten noch selbst erlebt, don’t judge me).

Bücher schreiben war also schön und gut – solange ich es auf ein Hobby beschränkte und ansonsten mein Leben einem “richtigen Job” widmete.

“Echte” Jobs und echter Frust

Ich fing meine berufliche Laufbahn also mit einer Ausbildung zur Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen an. Die Ausbildung ging drei Jahre, insgesamt arbeitete ich dort sechs Jahre.

In dieser Firma lernte ich auch das erste Mal, was es heißt, eine “sichere” Festanstellung zu haben. Mein Chef, der mich immer in den höchsten Tönen gelobt hatte, hielt genau so lange zu mir, wie ich volle Leistung brachte. Sobald ich nicht mehr ständig zu 100% auf Hochtouren lief, hieß es “Setz die vor die Tür”.

In der zweiten Firma war ich auch unbefristet angestellt. Zumindest für vier Jahre, bevor meine Stelle spontan gestrichen wurde, weil der Chef beschloss, dass “Marketing und Support nicht wichtig” seien. Ich hatte zwei Monate, etwas neues zu finden. Wieder saß ich wegen einer “sicheren Festanstellung” auf der Straße.

In dieser ersten Zeit meiner beruflichen Laufbahn habe ich vor allem zwei Dinge gelernt:

  1. Es gibt keine echte Sicherheit. Du bist von den Launen deiner Chefs abhängig. Immer.
  2. Egal wie ich mich fühlte, ich habe immer sofort etwas Neues gefunden.

Obwohl beide Kündigungen sehr überraschend kamen, war ich nicht einen einzigen Tag in meinem Leben arbeitslos. Wie auch immer ich es anstellte, ich war also in der Lage, einfach Arbeit zu finden. Eine Erkenntnis, die bei meiner Entscheidung von vor gut sechs Monaten Gold wert war.

Die Entscheidung zur Selbstständigkeit

Grundsätzlich hatte ich schon vor gut anderthalb Jahren die Möglichkeit, mich selbstständig zu machen. Ich saß bereits beim Arbeitsamt und habe mich nach dem Gründungszuschuss erkundigt. Ich habe befreundete Autorinnen gefragt, die auch in die Selbstständigkeit gegangen sind, wie sie es gemacht haben und wie es bei ihnen so lief.

Aber ich war noch nicht so weit. Der Traum war da, schon seit Jahren, aber irgendwas in mir hielt mich immer noch zurück. Ich entschied mich für die dritte Festanstellung. Und es war die richtige Entscheidung. Denn in diesem letzten Job habe ich nicht nur unglaublich viel Wissen angehäuft, das mir jetzt nützlich ist, ich hatte auch die Zeit, innerlich den Mut zu fassen, den ich für diesen Schritt brauchte.

Ich wählte den Jahreswechsel, weil ich diesem Zeitraum schon immer sehr verbunden war. Ein neues Jahr hat für mich etwas von einem leeren Notizbuch. Alle Möglichkeiten stehen mir offen, ich kann neue Ziele setzen, Träume spinnen und mal etwas ganz Verrücktes tun. Zum Beispiel eine feste Anstellung verlassen.

Warum die Selbstständigkeit?

Selbstständig zu sein, ist nicht für jeden etwas. Denn auch, wenn eine Festanstellung nicht wirklich sicher ist, ist sie vor allem bequem. Dein Chef sagt dir, wann du an deinem Arbeitsplatz zu sein hast. Du bekommst deinen Bereich und oft auch deine Arbeiten zugeteilt. Es ist festgelegt, wann du Mittagspause hast, wann du Urlaub bekommst und welcher Betrag am Ende des Monats auf deinem Konto eingeht. Schönes, einfaches Leben.

Und für manche Menschen mag das auch durchaus erfüllend sein. Nicht jeder möchte sein Leben selbst gestalten. Manche möchten früh zur Arbeit fahren, Dienst nach Vorschrift machen und nach dem Feierabend gemütlich auf der Couch sitzen, TV gucken und nicht weiter nachdenken müssen. Am Wochenende und im Urlaub wird dann entspannt, bevor es wieder weitergeht. Das ist vollkommen in Ordnung.

Aber für mich ist es die Hölle, schon immer gewesen.

Selbstständigkeit

Ich möchte mich nicht morgens aus dem Bett quälen, um zu einer bestimmten Uhrzeit im Büro zu sein. Ich möchte nicht meine Kreativität versauern sehen, weil wir “Dinge so und nicht anders” machen. Ich möchte mich nicht den ganzen Tag von Kunden annölen lassen, die nicht meine sind. Oder meine ganze Zeit und Kraft in einen Traum stecken, der nicht mein persönlicher ist. Ich möchte nicht jeden Abend total gerädert eine Stunde heimfahren und dann zu nichts mehr fähig sein, außer zu Essen, eine Serie zu gucken und dann ins Bett zu fallen. Ich möchte meine Wochenenden und den wenigen Urlaub nicht verschlafen, weil mein Körper und Geist so durchgekaut sind, dass ich gar nicht die Kraft für mehr habe.

Wenn ich im Flow bin, will ich bis spät in die Nacht arbeiten. Oder um fünf Uhr früh aus dem Bett springen und loslegen, weil ich eine neue Idee habe. Ich will dann essen, wenn ich hungrig bin, tagsüber zum Sport gehen, wenn es nicht so voll ist. Ich will spontane Essenseinladungen annehmen, spazieren gehen, wenn ich bei einer Aufgabe nicht weiterkomme und endlich Dinge tun, die ich wirklich, wirklich liebe.

Ich möchte mit Menschen kommunizieren, denen ich mit meinem Herzensthema weiterhelfen kann. Meine Produktideen umsetzen. Bücher schreiben, veröffentlichen und meine Leser damit glücklich machen. Ich möchte einen Podcast machen und lernen, wie man gute Videos dreht. Wie ich eine bessere Bloggerin werde und für euch das perfekte Diva Up! eBook schreibe – damit auch meine Leser ihre innere Bitch in die Schranken weisen und ihr Leben endlich richtig anpacken können.

Hallo 2019, hier komme ich

2018 ist das Jahr, in dem ich den Schritt in ein neues Lebenskapitel gewagt habe. Habe ich Schiss? Na klar! Kenne ich schon alle Schritte zum Erfolg? Natürlich nicht! Ich habe einen Traum, ein Ziel und einen Plan, der mich die ersten Schritte begleitet. Der Rest muss sich entfalten und kann sich auch erst entfalten, wenn ich losgegangen bin.

Es heißt ja nicht umsonst “Lebensweg”. Denn das Leben ist ein Weg. Du läufst von deiner Geburt direkt in die Kiste. Das ist schon mal sicher. Was du aber auf der Reise erlebst, liegt an dir. Wenn du in den ICE mit WLAN steigst, wirst du zwar bequem reisen, aber das Leben fliegt draußen am Fenster vorbei – und du wirst es nicht mal bemerken. Weil du im Internet surfst oder Netflix schaust. Und manchmal musst du mit deinen Koffern über den Bahnsteig hetzen, weil plötzlich der Zug ausgetauscht wird. Dafür reist du aber eben auch auf festen Schienen und weißt, wo es hingeht.

Wenn du hingegen läufst, weißt du nie so genau, was passiert. Der Weg könnte plötzlich durch eine Baustelle oder einen umgestürzten Baum blockiert sein. Du musst Umwege durch den Wald oder ein Dorf nehmen. Wenn du zu Fuß gehst, trägst du mehr Risiken. Du könntest dich verlaufen oder überfallen werden (z.B. von der Vorsteuer). Du entscheidest aber eben auch, wohin es geht. Und Stück für Stück, je weiter du läufst, desto eindeutiger breitet sich der Weg vor dir aus. Du begegnest Menschen und Chancen, die du im ICE nie getroffen hättest. Du erlebst Dinge, die du bei einer Zugreise verpasst hättest. Deshalb habe ich mich entschlossen, zu laufen. Und selbst wenn ich mir dabei den Fuß verstauche und einen Teil der Strecke doch nochmal mit dem Zug zurücklegen muss, war es die beste Entscheidung meines Lebens. Denn ich bin gelaufen. Und das bedeutet, selbst wenn ich nochmal Zug fahren muss, werde ich ab jetzt immer aus dem Fenster sehen.

Erreiche auch du deine Ziele – mit einer starken Community

Mein Ziel mit diesem Blog und meinen anderen Kanälen ist es, alles, was ich über das Leben, die persönliche Weiterentwicklung, Motivation und natürlich vor allem über die Bitch, das Mädchen und die Diva lerne, mit meinen Leserinnen zu teilen. Ich will andere Frauen inspirieren und bestärken, ihren eigenen Träumen und Zielen nachzugehen.

Dafür habe ich eine Community auf Facebook gegründet, in die ich dich herzlich einladen möchte. Um beizutreten, klicke einfach auf den Banner, der dich direkt zur Community auf Facebook führt. Es soll ein sicherer Raum werden, in dem sich Frauen über ihre Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig unterstützen können: Männer müssen also leider draußen bleiben.

Alle Frauen – egal in welchem Körper sie stecken – sind eingeladen, zu uns zu stoßen und gemeinsam mit uns ihr Leben zu rocken. Diva Up!

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